Rundgang durch den Cuxhavener Hafen in den 1930er Jahren
1936: Blick von der Alten Liebe u.a. auf den Hamburger Leuchtturm, den Bergungsschlepper Hernes und das Semaphor. Der Hamburger Leuchtturm wurde von 1802 und 1804 von der Hansestadt Hamburg erreichtet, um den Weg über die Elbe nach Hamburg sicherer zu machen. Seinerzeit gehörte das Stadtgebiet Cuxhaven noch zu Hamburg. Er war bis 2001 in Betrieb und kann jetzt als Ferienwohnung gemietet werden. Der Bergungsschlepper Hermes wurde 1922/1923 von der Norderwerft AG Hamburg unter der Baunummer 592 gebaut. Er war für die Bugsier-, Reederei und Bergungs AG Hamburg in der Nord- und Ostsee als Bergungsschlepper im Einsatz. Die Reederei gehört heute zur Fairplay-Gruppe. Im Krieg tat das Schiff u.a. vor der Küste Franreichs im Dienst. Dort wurde es 1944 von einer englischen Bombe getroffen und sank. Nach dem Krieg wurde das Schiff in Stand gesetzt und war erst für die französische Marine tätig und danach an die Hafenverwaltung Dakar verkauft. Dort wurde sie 1972 außer Dienst gestellt.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b2-27731; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1930: Blick von der Alten Liebe u.a. auf die Marine Signalstation, das Semaphor und den Reededampfer (Grimmershörn. Die Signalstation wurde 1901 eröffnet und diente vor der Etablierung von Funktechnik auf allen Schiffen zur Kommunikation mit den ein- und auslaufenden Fahrzeugen. Die Dienste der Marine Signalstation konnten auch zivile Schiffe und Reedereien über das Telegraphenamt in Anspruch genommen werden. Das auf dem Bild zu sehende Gebäde wurde 1929 erbaut und 1964 nach Fertigstellung des Radarturms abgerissen. Semaphore wurden ab dem späten 18. Jahrhundert erbaut. Sie dienten zur optischen Weitergabe von Informationen bevor die Telegrafie erfunden wurde. Das erste Cuxhavener Semaphor wurde 1883 und 1884 errichtet. Dieser stürzte im November 1903 nach einem Sturm ein und wurde 1904 durch eine größere und stabilere ersetzt. Die Anlage dient dazu, die Windrichtung und -geschwindigkeit auf Borkum (B) und Helgoland (H) anzuzeigen. Hierbei dient ein sogenannter Indikator zur Abzeige von zwei Beaufort-Windstärken. Erst 1982 wurde der Semaphor außer Betrieb genommen und wird nur noch gelegentlich zu touristischen Zwecken eingestellt.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-01372; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1930: Blick auf die Zufahrt des Alten Hafens. Rechts im Bild ist der Dampfschlepper Grimmershörn zu sehen. Links ist die Spitze der Aussichtsplattform der Alten Liebe zu sehen. Das vorbeifahrende Schiff ist ein sogenanntes Kombischiff, welches neben Stückgutfracht auch Passagiere transportieren konnte.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-27732; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick auf einen Teil des Ewershafens, das Hotel Continental und das Gebäude des Deutschen Wetterdienstes. Im Ewerhafen sieht man das Dock der Beckmannwerft. Diese wurde 1920 gegründet und Anfang der 1980er Jahre geschlossen. Das Bild wurde vermutlich vom Gebäude der Marine Signalstation aus aufgenommen.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-18727b; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick vom Deich in den Ewerhafen. Hier liegen zwei Lotsendampfer und der Lotsenschoner Duhnen. Dieser wurde 1912/1913 als Emden bei den Nordeseewerken in Emden gebaut und kam 1924 nach Cuxhaven. Es war das einzige Schiff mit Stahlrumpf der Cuxhavener Lotsenschonerflotte. Es blieb bis 1936 in Cuxhaven, wurde aber zuletzt nur noch zur Ausbildung neuer Lotsen eingesetzt. Eine Privatmann ließ 1946/1947 das Schiff zu einer Brigantine umbauen. Sie strandete 1964 vor den Cook-Inseln.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-27746; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1936: Rettungsboot des gesunkenen Feuerschiffs Elbe 1 (Bürgermeister O`Swald I) an einer Pier im Alten Hafen. Diese wurde 1911/1912 auf der Werft Nüske und Co. KG in Stettin gebaut und war ab Mai 2012 als Feuerschiff vor Cuxhaven im Einsatz. Es kenterte im Oktober 1936 bei einem Orkan. Hierbei starben 15 Seemänner. Da seinerzeit viele Schiffe noch ohne Funkanlage unterwegs waren, konnte das englische Schiff The President , welches das Kentern beobachtete keinen Notruf absetzen. Der später; entsandte Bergungsschlepper Hermes konnte das Schiff nicht mehr finden. Es blieb nur dieses leere und beschädigte Rettungsboot.
(Fotograf: Rudolf Thode; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 13i1-05839; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick vom Deich auf den Ewerhafen, wo zahlreiche Lotsen- und Behördenschiffe liegen. Vorne rechts ist z.B. das Behördenschiff Neuwerk I zu sehen. Es diente zunächst als Tonnenleger und dann als Zubringerschiff.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-27583; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick vom Hotel Continental auf den heutigen Passagierschiff-Anleger im Alten Hafen/Bereich Ewerhafen. Im Hintergrund sind u.a. der Hamburger Leuchtturm und die Marine-Signalstation zu sehen.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-18727; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick vom Hotel Continental entlang der Deichlinie. Links sieht man die Gebäudekante des Deutschen Wetterdienstes. Im Hafenbecken liegt u.a. ein Feuerschiff.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-18727a; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1936: Rettungsboot Ferdinand Laeisz der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) vor dem damaligen Rettungsschuppen im Alten Hafen.
(Fotograf: Rudolf Thode; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 13l3-05915; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick in den alten Hafen mit Werft und dem alten Eiswerk.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-23892; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick auf die Ostseite des Alten Hafens und den damaligen Hafenbahnhof.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-05061; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick in den Alten Hafen mit einer der damals zahlreichen Cuxhavener Werften (Laut Beschriftung des Stadtarchivs: Cuxhavener Staatswerft).
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-12350; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick ungefähr vom alten Eiswerk auf die Zollkaje mit dem Speicher und der Drehbrücke (heute Klappbrücke). Die Drehbrücke wurde erstmals 1784 erbaut und dann 1822, 1868 und 1903 durch Neubauten ersetzt. Sie war jeweils von zwei Stunden vor Hochwasser bis eine Stunde danach durch einen Brückenwärter besetzt. 1955 wurde die Drehbrüm;cke durch die noch heute existierende Klappbrücke ersetzt.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-18453; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1935: Blick von der Seebäderbrücke auf die Alte Liebe. Dort liegt der Ausflugsdampfer Jan Molsen. Die Alte Liebe wurde bereits im 18. Jahrhundert errichtet, um den Hafen von dem Elbstrom stabiler abzugrenzen. Hierzu wurden dort insgesamt fünf Schiffe versenkt. Eines dieser Schiffe soll Die Liebe geheißen haben, was dem Bollwerk seinen Namen gegeben haben soll. Eine andere Theorie besagt, dass dieses Bollwerk eines der letzten Dinge war, dass Auswanderer von ihrer alten Heimat gesehen haben und daraus der Name Alte Liebe kam. Das Bauwerk wurde mehrfach um- bzw. neu gebaut, zuletzt 1981.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b3-27745; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Der Bäderdampfer Cobra (II) an der alten Seebäderbrücke. Die Cobra (II) wurde 1925/1926 bei der Vulkan-Werft in Stettin gebaut. Es war ein Turbinen-Dampfer. Im Zweiten Weltkrieg wurde er von der Kriegsmarine eingesetzt und zum Minenschiff umgebaut. 1942 wurde die Cobra (II) in den Niederlanden durch einen Bombentreffer zerstört.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 27724; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick auf auf die umfangreichen Poller- und Laufsteganlagen am Amerikahöft, um auch große Passagierdampfer sicher vertäuen zu können.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12c2-27747; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1936 oder später: Das Segelschulschiff Horst Wessel der Kriegsmarine vor Cuxhaven. Es wurde 1936 bei Blohm&Voss in Hamburg gebaut. Nach dem Krieg ging sie als Beute in die USA und fährt dort noch immer als Eagle. Ein Schwesterschiff ist die Gorch Fock der Bundesmarine, die 1958 unter Verwendung von schon im Dritten Reich beschafften Bauteilen errichtet wurde.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 13e-16191; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1930: Blick in den Amerikahafen. Er wurde kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in der heutigen Größe ausgebaut.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12d1-23257; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1930: Blick in den Amerikahafen. Er wurde kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in der heutigen Größe ausgebaut.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12d1-23256; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
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