Rundgang durch den Cuxhavener Hafen in den 1920er Jahren
1928: Blick von der Alten Liebe auf das Semaphor und dem Cuxhavener Zeitball. Ab 1873 wurden in diversen deutschen Häfen Zeitbälle installiert. Der Cuxhavener Zeitball entstand 1875. Anfangs gab er um 13:00 Cuxhavener Zeit und um 13:34 Greenwich Zeit auf folgende Art ein Signal: Zehn Minuten vor der Zeit wird der Ball auf halbe Höhe gezogen, drei Minuter vorher vollständig. Zur jeweiligen Zeit fällt er herunter. Später gab es das Signal nur noch um 12:00 mitteleuropäischer Zeit. Ab 1929 wurde das Signal durch ein Lichtzeichen gegeben und zwar um 0:00, 06:00, 12:00 und 18:00. Im September ging die Anlage außer Betrieb. Sie ist die letzte Anlage im Originalzustand Europas.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b2-27731; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1920: Blick von der Alten Liebe auf das Semaphor und dem Cuxhavener Zeitball. Semaphore wurden ab dem späten 18. Jahrhundert erbaut. Sie dienten zur optischen Weitergabe von Informationen bevor die Telegrafie erfunden wurde. Das erste Cuxhavener Semaphor wurde 1883 und 1884 errichtet. Dieser stürzte im November 1903 nach einem Sturm ein und wurde 1904 durch eine größere und stabilere Anlage ersetzt. Sie dient dazu, die Windrichtung und -geschwindigkeit auf Borkum (B) und Helgoland (H) anzuzeigen. Hierbei dient ein sogenannter Indikator zur Abzeige von je zwei Beaufort-Windstärken. Erst 1982 wurde der Semaphor außer Betrieb genommen und wird nur noch gelegentlich zu touristischen Zwecken eingestellt.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-00869e; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
1922: Blick von der Alten Liebe auf den vereisten Alten Hafen
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-05059; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1922: Blick vom Hotel Continental entlang der Deichlinie auf die Mützelfeldwerft. Links im Bild ist an der Kreuzung das Gebäde des Zolls zu sehen.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-27778; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1920: Blick entlang der Deichlinie von der Kreuzung Deichstraße/Zollkaje aufgenommen. Vorne ist ein Teil des Deichdurchlasses erkennbar, der erst 2025 abgerissen wurde.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-16989; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
ca. 1920: Blick vom Wasserturm auf einen kleinen Teil des Schleusenpriels, der damals noch Teil des Hafens war. Dahinter verläft die Deichstraße. Im Hintergrund sieht man die Grimmershörnbucht in der ursprünglichen Größe.
(Fotograf: Rudolf Thode; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-02596; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
ca. 1920: Blick von der damaligen Drehbrücke (heute Klappbrücke) auf den Speicher, der 1939 abgerissen wurde.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 22e6-03552; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
Ende 1920er: Blick von der heutigen Wulf-Schlepperpier auf den heutigen Passagierschiff-Anleger im Alten Hafen. Im Hintergrund ist das Gebäde des Deutschen Wetterdienstes zu sehen, welches ca. 1925 erbaut wurde, und an der Pier liegt u.a. das Feuerschiff Elbe 4.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-26124; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
1926: Blick vom ehemaligen Hafenbahnhof auf den alten Hafen. Der Hafenbahnhof war dort, wo heute das Gebäde der Wulf-Reederei steht. Im Hintergrund ist unter anderem Zeitball und das Semaphor zu sehen.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-00858; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1922: Blick vom ehemaligen Hafenbahnhof auf den alten Hafen im Winter.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-02150; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1924: Blick den alten Hafen im Winter. Das Foto wurde auf der alten Zuwegung zur ehemaligen Seebäderbrücke gemacht.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b1-02151; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1928: Blick den alten Hafen. Das Foto wurde auf der alten Zuwegung zur ehemaligen Seebäderbrücke gemacht. Vorne im Bild ist die Elbfähre Mercur zu sehen. Sie verband Cuxhaven mit Brunsbüttel und konnte neben Stückgut 184 Passagiere und zwei Autos transportieren. Für die Autoverladung wurde eine komplexe Kostruktion errichtet. Das Schiff wurde 1895 urspr%uuml;nglich als Dampfschlepper für den Norddeutschen Lloyd gebaut.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12b2-27728; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1925: Die von 1900 bis 1902 erbauten Hapag-Hallen. Bis zur Jahrhundertwende fand die Abfertigung der Hapag-Passagiere in Hamburg statt. Dann wurde diese durch Albert Balin nach Cuxhaven verlegt. Zunächst stiegen die Fahrgäste am alten Hafenbahnhof aus, bis dann die Hapag-Hallen mit dem neuen Hafenbahnhof in Betrieb genommen werden konnten.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12d2-27741; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1926: Blick vom Turm der von 1900 bis 1902 erbauten Hapag-Hallen auf den alten Fischereihafen. Im Vordergrund sieht man einige Dächer der Fischauktionshallen. Im Hintergrund ist u.a. das Eiswerk, das Zollhaus und das Kohlelager)
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12c2-27721; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
ca. 1929: Der Schlepper Titan fährt in den Alten Hafen. Im Hintergrund sieht man die Alte Liebe.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 13e-02594; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
1920er: Der Reededampfer Alte Liebe fährt aus dem Alten Hafen. Im Hintergrund sieht man ein unbekanntes Vollschiff.
(Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 13d5-26518; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom November 2025)
1926: Der Passagierschiff Albert Balin legt zur Überfahrt nach Amerika vom später Steubenhöft genannten Pier ab. Die Albert Balin wurde 1922 bei Blohm&Voss in Hamburg gebaut. Die diente dem Nordatlantikverkehr und brachte viele Auswanderer in die USA. Es gab drei ungefähr baugleiche Schwesterschiffe. 1035 zwang die Reichsregierung die Hapag zur Umbenennung der Albert Balin, da der Namensgeber Jude war. Sie wurde in Hansa umgetauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Schiff an die Sowjetunion und wurde erst 1980 außer Dienst gestellt. Sie war damit fast 60 Jahre im Einsatz. 1982 wurde die ex Albert Balin in Hongkong verschrottet.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12d3-27726; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
1923 oder früher: Blick aus dem Bereich des Steubenhöfts in den Amerikahafen. Hier war seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die Minensucherflotte für die Nordsee stationiert. Im Bild ist u.a. das Minensuchboot 133 der Reichsmarine zu sehen. Dies war bis Oktober 1923 in der Nordsee stationiert und ab dann in der Ostsee. Daher ist die Datumsangabe des Bildes im Buch des Oceanum-Verlages (um 1926) vermutlich falsch. Rechts im Bild sind die Dampfschlepper Albatros und Jason zu sehen. Die Jason wurde 1913 erbaut und seit Ende der 1910er Jahre als Schlepper eingesetzt. 1959 wurde sie abgewrackt.
(Fotograf: Julius Simonsen; Bildquelle: Stadtarchiv Cuxhaven, Bilderarchiv, 12d1-27738; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Januar 2026)
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